DAX kämpft sich zurück, Rheinmetall verliert – nächste Woche US-Inflationsdaten und EU-Sondergipfel zur Wettbewerbsfähigkeit

Eine turbulente Börsenwoche liegt hinter uns. Die anhaltende Berichtssaison sorgte für kräftige Kursausschläge in Einzeltiteln, während die übergeordneten Themen wie Zinsentwicklung und geopolitische Spannungen die Anleger weiter in Atem hielten.

Trotz eines zwischenzeitlichen Rücksetzers zeigte sich der deutsche Leitindex DAX zum Wochenschluss robust und konnte einen Teil seiner Verluste wieder aufholen.

Die Volatilität dürfte uns jedoch auch in den kommenden Handelstagen erhalten bleiben!

Wichtige Konjunkturdaten und politische Ereignisse stehen auf der Agenda.

 

DAX Wochengewinner

Die Gewinner der Woche zeigen ein klares Muster: Anleger suchten Zuflucht in defensiven Qualitätstiteln und Value-Aktien. Dass sich gerade diese Werte durchsetzen konnten, spricht für eine gewisse Vorsicht im Markt.

Brenntag SE (+8%)

Der Chemiedistributeur überzeugte die Anleger und setzte sich an die Spitze der Wochengewinner. Die Aktie profitierte von einer positiven Branchenstimmung und einer allgemeinen Rotation hin zu Value-Titeln. Auch wenn der Konzern zuletzt mit Margendruck zu kämpfen hatte, scheinen Investoren hier wieder Potenzial zu sehen.

Brenntag Aktie Chart

 

Henkel Vz. (+6,6%)

Der Konsumgüterkonzern konnte ebenfalls eine starke Woche verzeichnen. Die defensive Qualität der Aktie war in einem unsicheren Marktumfeld gefragt – und das zu Recht. Henkel gilt als Krisengewinner, der auch in schwierigen Zeiten seine Dividenden zahlt.

Henkel Vorzüge Chart

 

Deutsche Telekom (+5,1%)

Die T-Aktie setzte ihren Aufwärtstrend fort. Solide Geschäftszahlen und die Aussicht auf stabile Dividenden lockten Käufer an. Die Telekom-Aktie entwickelt sich zunehmend zu einem verlässlichen Basisinvestment im DAX.

Deutsche Telekom Aktie Chart

 

DAX Wochenverlierer

Auf der Verliererseite dominierten erwartungsgemäß die Wachstumswerte. Gerade die hochbewerteten Tech- und E-Commerce-Titel gerieten unter Druck – eine klassische Rotation, die man in unsicheren Marktphasen eben häufiger sieht.

 

Zalando (-12,5%)

Der Online-Modehändler litt unter Gewinnmitnahmen und Sorgen über eine nachlassende Konsumlaune. Die hohe Bewertung der Aktie machte sie anfällig für Korrekturen. Bei einem KGV jenseits von 30 braucht es eben kontinuierlich gute Nachrichten – und die blieben diese Woche aus.

Zalando Aktie Chart

 

Scout24 (-11,9%)

Ähnlich wie Zalando geriet auch die Aktie des Online-Marktplatzbetreibers unter Druck. Der Technologiesektor stand insgesamt auf der Verliererseite. Nach der starken Performance der letzten Monate war eine Konsolidierung zumindest nicht überraschend.

Scout24 Aktie Chart

 

Rheinmetall (-8%)

Nach einer langen Rallye legten Anleger bei der Aktie des Rüstungskonzerns und Automobilzulieferers eine Pause ein und nahmen Gewinne mit. Auch die besten Performer brauchen mal eine Verschnaufpause – und Rheinmetall hatte in den vergangenen Monaten eben eine beeindruckende Rally hingelegt.

Rheinmetall Aktie Chart

 

Rohstoffe: Zwischen Diplomatie und Marktmechanik

Energie

Der Ölmarkt zeigte sich weiterhin von seiner volatilen Seite. Die Preise für Brent und WTI wurden von den diplomatischen Spannungen im Nahen Osten und den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran beeinflusst. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zum Wochenschluss rund 68 US-Dollar, während WTI bei etwa 63 US-Dollar notierte.

Jede Nachricht aus den Verhandlungsräumen kann hier für neue Impulse sorgen…

Die Märkte reagieren aktuell hochsensibel auf jede diplomatische Entwicklung.

Brent Öl Chart

 

Gold

Bei den Edelmetallen war eine regelrechte Achterbahnfahrt zu beobachten. Gold erlebte nach einem zwischenzeitlichen Einbruch eine beeindruckende Erholung und kletterte wieder in Richtung der 5.000-Dollar-Marke. Die Nachfrage nach sicheren Häfen bleibt angesichts der geopolitischen Unsicherheiten hoch – und das zeigt sich eben auch im Goldpreis.

Gold Chart

Industriemetalle wie Kupfer zeigten sich hingegen stabiler und notierten auf hohem Niveau, gestützt von der Hoffnung auf eine robuste Weltkonjunktur.

Die Divergenz zwischen Edelmetallen und Industriemetallen spiegelt die unterschiedlichen Treiber wider: Während Gold als sicherer Hafen gefragt ist, profitiert Kupfer von Wachstumserwartungen.

 

Agrarrohstoffe

Die Kaffeepreise gaben aufgrund guter Ernteaussichten in Brasilien weiter nach.

Bei Getreide wie Weizen und Mais stabilisierten sich die Preise nach den jüngsten Schwankungen auf hohem Niveau.

 

DAX im Fokus: Psychologische Marke bleibt Hürde

Der DAX schloss die Woche mit einem leichten Plus von 0,74% bei 24.721 Punkten. Damit bewies er relative Stärke, auch wenn die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten eine hohe Hürde bleibt.

Die Woche war geprägt von einer klassischen Sektor-Rotation:

Während Technologiewerte unter Druck gerieten, waren defensive Aktien und Value-Titel gefragt. Es zeigt wie wichitg eine gute Portfoliostruktur ist.

Und daß man nicht alles auf eine Karte setzt und daß verschiedene Sektoren vertreten sind – genau solche Phasen zeigen, warum das wichtig ist.

DAX Chart

 

Krypto: Vom Absturz zur Erholung

Für den Kryptomarkt war es eine weitere Woche des Schreckens mit einem anschließenden, fulminanten Comeback. Bitcoin stürzte zwischenzeitlich auf bis zu 60.000 US-Dollar ab, was einem Verlust von fast 50% seit seinem Allzeithoch entspricht. Als Hauptgründe gelten die allgemeine Risikoaversion an den Märkten, die enge Korrelation zu den gefallenen Tech-Aktien und massive Kapitalabflüsse aus Bitcoin-ETFs.

Zum Wochenende erholte sich der Kurs jedoch eindrucksvoll und kämpfte sich zurück über die 70.000-Dollar-Marke. Diese extreme Volatilität zeigt, dass der Markt weiterhin von Unsicherheit geprägt ist.

Ob die Erholung nachhaltig ist oder nur eine technische Gegenreaktion – das werden die nächsten Tage zeigen.

Bitcoin Chart

 

Wochenausblick: Diese Ereignisse könnten die Märkte bewegen

Die kommende Woche verspricht ereignisreich zu werden. Alle Augen richten sich zunächst auf die US-Inflationsdaten für Januar, die nächste Woche veröffentlicht werden. Sie gelten als entscheidender Indikator für die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Jede Überraschung nach oben oder unten könnte die Märkte in Bewegung bringen.

Am Mittwoch findet der EU-Sondergipfel zur Wettbewerbsfähigkeit statt – ein Thema, das angesichts der globalen Verschiebungen im Wirtschaftsgefüge an Bedeutung gewinnt.

Die europäische Berichtssaison läuft zudem weiter auf Hochtouren, mit wichtigen Zahlen aus verschiedenen DAX-Konzernen.

Ebenfalls im Fokus: Die Münchner Sicherheitskonferenz, die von Donnerstag bis Sonntag läuft. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage könnte sie für neue Impulse sorgen – sowohl positiv als auch negativ.

Die Volatilität dürfte uns also erhalten bleiben.

Wer jetzt investiert ist, sollte sich nicht zu sehr vom börsentäglichen Auf und Ab verrückt machen lassen.

Wichtig ist, dass man jetzt eine ausgewogene Portfolio Strategie hat.

 

 

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